Folge #12 – Life sucks. Oder doch nicht?!

Der Sinn des Lebens ist von Geburt an vorbestimmt – und sorry Folks, dieser Artikel ist nichts für Romantiker. Aber es gibt ein Happy End, versprochen!

Du und so gut wie alle anderen Menschen sind scheinbar zu einem bestimmten Zweck geboren – du sollst in das Schema F passen! Im Idealfall bist du ein gieriger Nimmersatt, der jeden Monat aufs Neue sein hart erarbeitetes Geld in nutzlose Konsumgüter wie teure Klamotten, Autos, eine pompöse Hochzeit und ein schön großes Eigenheim steckt. Die vermeintlich größten Freuden im Leben sind natürlich nur fremdfinanziert – von der Bank deine Vertrauens – realisierbar, sodass du immer mehr zum Sklaven deiner vermeintlichen Bedürfnisse wirst, die in Konsumschulden gipfeln. Die ganze Zeit hast du die Illusion von Freiheit, doch in Wahrheit zwingst du dich selbst mit jedem neuen Einkauf dazu, jeden weiteren neuen Tag ziemlich identisch zu verbringen. Alles mit dem selben Ziel vor Augen: Das nächste Wochenende, der nächste Urlaub, die nächste Gehaltsabrechnung, das nächste Statussymbol, das du dir „gönnst“, sei es als Belohnung oder als Entschädigung für deine Aufopferung. Um das Ganze noch auf die Spitze zu treiben, gehst du regelmäßig in FastFood-Restaurants, die den Ruf haben, dass du dort günstig und schnell frisches Essen bekommst, das dich jedoch in Wahrheit nur eine Stunde lang sättigt und dich langfristig todkrank machen wird. Und ganz nebenbei sogar dann zu teuer wäre, wenn du dafür bezahlt würdest, es zu essen.


Schluss mit dem Wahnsinn! Zum Glück müssen diese verstörenden Worte nicht der Wahrheit entsprechen. Denn du selbst hast es in der Hand dem Leben einen Sinn zu geben!

„Das Leben hat keinen Sinn außer dem, den wir ihm geben.“ – Thornton Wilder

Es ist deine Entscheidung. Willst du ein braver Konsumsklave sein und der Masse folgen? Deinen Selbstwert nur über deine Klamotten, dein Auto und sonstigen wertlosen Bullshit definieren? Deine Zeit damit verbringen, Geld zu verdienen, um Leuten die du nicht magst, mit Dingen, die du nicht brauchst zu imponieren? Einen Job auswählen, nur weil er gut bezahlt wird, obwohl er dir keine Freude bereitet? Den Montag hassen, während du den Freitag vergötterst? Das ist ok. Aber dann beklag dich nicht darüber.

Die andere Möglichkeit: Liebe das was du tust. Such dir keinen Job, sondern eine Berufung! Arbeit darf keine Plage sein, sondern sollte sinnspendend und erfüllend sein. Wir in Europa haben das Privileg uns über solche Dinge Gedanken zu machen. In meinen Augen wäre es die schlimmstmögliche Sünde und Frechheit gegenüber der „Dritten Welt“ diese Möglichkeit ungenutzt zu lassen.

Hinterfrage die Konsumsucht, unter der wir alle irgendwie leiden. Müssen es wirklich überteuerte Markenprodukte sein oder tun es auch No-Name-Produkte, die ebenso durchaus qualitativ hochwertig sein können? Muss es ein pompöser Sportwagen sein oder reicht ein bescheidenes Kompaktfahrzeug oder gar öffentliche Verkehrsmittel (falls du in der Stadt wohnst), um dich von A nach B zu befördern? Mir persönlich gelingt es immer besser, Versuchungen zu widerstehen und die Sinnhaftigkeit von Konsum zu hinterfragen, aber ich bin bei weitem noch nicht dagegen immun. Es ist ein weiter Weg, der sich aber im Hinblick auf meine Lebensqualität lohnen wird.


Denn eines weiß ich ganz sicher … und damit nehme ich die Aussage aus dem ersten Satz des Blogs zurück, wonach der Sinn des Lebens von Geburt an vorbestimmt sei:

Niemandes wahrer Lebenssinn ist es, ein nimmersatter Konsumsklave zu sein, der seinen Selbstwert einzig aus der „Bewunderung“ durch andere zieht. Niemand sollte sein Leben lang teuren, wertlosen Autos, Kleidungsstücken, sonstigen Markenprodukten (the list goes on…) hinterherhecheln wie ein einsamer bedürftiger Hund, der verzweifelt um Aufmerksamkeit bettelt. Gieriger Konsum ist ein Symptom von Langeweile – letztenendes also mangelndem Willen sich selbst zu beschäftigen, zu denken, auch bekannt als Faulheit!

Die Welt ist ein großartiger Ort. Wir leben vermutlich in den besten Zeiten seit Anbeginn der Geschichte. Wir KÖNNEN größtenteils frei entscheiden, was wir tun – wenn wir von diesem Privileg Gebrauch machen. Die Natur, Kommunikation mit begeisternden Menschen, erfüllende Hobbies, eine Arbeit die dich jeden Morgen gern aufstehen lässt – die Entscheidung, worin du Sinn siehst, liegt bei dir!

 

 

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