Folge #7 – Fast Food & Alkohol – Die 100%-Erfolgsformel für ein durchschnittliches Leben!

Sorry Folks, ich habe euch verarscht. Der Blog heißt zwar Abenteuer in Shanghai, tatsächlich bin ich aber wo anders. „Abenteuer in Pinghu“ würde zwar auch cool klingen, aber dieses „Kaff“ mit mickrigen 800.000 Einwohnern ca. 80 km südlich von Shanghai kennen wahrscheinlich die wenigsten. Der heutige Blogeintrag handelt aber tatsächlich von einem Abenteuer aus der größten Metropole Chinas!

Letztes Wochenende war mein erstes komplettes Wochenende in Shanghai. 3 Buchstaben – WOW! Für einen Dorfburschen wie mich (ich komme aus einem kleinem Dorf am Lech in Bayern, 1000 Einwohner) eine absolut überwältigende Erfahrung, in einer 23 Mio-Einwohner-Stadt zu sein. Hier gibt es wirklich absolut alles – oder anders gesagt, es gibt nichts was es nicht gibt!

Genau in diesem Überfluss lauert allerdings eine Gefahr, die mir erst ein paar Tage später, nämlich am folgenden Montag schmerzhaft bewusst wurde… doch mehr dazu ein paar Zeilen weiter unten.

Hier nicht exzessiv zu leben, ist kaum möglich – man ist permanent von Stimulus wie leuchtenden Reklamen, lauter Musik, tausenden Menschen oder Straßenlärm umgeben, die Sinne kommen nie zur Ruhe. Kaum zu ertragen ohne … Bier! 🙂 Wir waren ohnehin eine gut gelaunte Gruppe und es ist kein Geheimnis, dass Alkohol in Maßen die Stimmung noch weiter aufhellt. Nun gut, aus den „Maßen“ wurden im Laufe der Stunden „Massen“ und auch zum einen oder anderen Caipirinha sagte ich nicht mehr nein … Wir erkundeten das Nachtleben in Shanghai, entdeckten ein paar interessante Clubs und Gegebenheiten, die in Europa undenkbar wären, hatten eine super Zeit. Wie haben wir den dicken Kopf am nächsten Morgen bekämpft? Feuer mit Feuer, Kater mit Bier, den Hunger mit McDonalds und Subways Sandwich. Wir hatten einen genialen Tag, es wurde viel gelacht, die Stimmung war großartig. Am Abend endlich mal wieder richtiges europäisches Essen im ersten Italiener Shanghais, dem „Da Marco“. Pizza 🙂 Feststellung: Von chinesischen Essen wird man satt, aber man fühlt sich nie überfressen (zumindest geht´s mir so). Unser europäisches Essen kann jedoch leicht dazu führen, dass man gefühlt „explodiert“. Besonders nach nun etwa 10 Wochen China ist mir das aufgefallen.

Je ne regrette rien, ich bereue nichts! Es war ein Hammer-Wochenende!

Dennoch. So einen harten Montagmorgen hatte ich schon lange nicht mehr. Sonst wache ich etwa um halb 7 noch vor dem Wecker auf und kann noch gut 45 Minuten lesen, schreiben oder meditieren, bevor ich zur Arbeit muss, aber an diesem Montag ging das alles nicht. Das Problem war nicht, dass mein Körper von diesem exzessiven Wochenende ausgelaugt war – es war der Kopf, leer und ausgebrannt. Es fühlte sich an wie Entzugserscheinungen nach der permanenten Stimulierung durch die lebhafte Umgebung, den Alkohol und das fettige Essen. Ich hatte keine Kraft um aufzustehen geschweige denn an meinen ambitionierten Zielen im Rahmen von „Light your Fyre“ zu arbeiten…

Mein Fazit: Ich will hier nicht als Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger stehen und irgendwem erzählen, wie böse und schlecht Alkohol und FastFood sind – doch dass unter anderem der exzessive Konsum dieser beiden Dinge ein Grund dafür ist, dass so mancher den Montag scheiße findet, ist mir mal wieder bewusst geworden. Es spricht nichts gegen die Feierabendhalbe mit Freunden oder auch mal einen süffigen Abend mit Freunden – doch ich verstehe jetzt warum ich noch vor einigen Jahren nichts auf die Reihe gebracht habe. Da war mein Lifestyle folgender: Arbeit – Wochenende – Arbeit, oder detailliert: Arbeit – Saufen, FastFood, Fußball (immerhin Sport 🙂 ), Videospiele, Fernsehen – Arbeit usw… Kein Wunder dass ich keine Energie hatte, um auch nur einen Millimeter aus meiner Komfortzone auszubrechen, wo ich doch nichts anderes tat als meinen Geist mit Überstimulierung durch die Drogen Alkohol und FastFood zu betäuben.

Es hört sich spießig an – aber durch ein paar kleine Änderungen im Alltag lassen sich gigantische positive Entwicklungen herbeiführen. Bewusstere Ernährung, mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch und nur ein Minimum FastFood oder Süßigkeiten. Statt TV und Videospielen regelmäßig ein Buch lesen. Statt in den Tag hineinzuleben ein Ziel verfolgen, dem Leben einen Sinn geben (Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, wer das gesagt hat, aber der Sinn des Lebens ist es, dem Leben einen Sinn zu geben!). Danke auf jeden Fall an denjenigen, eine Hammer Erkenntnis!

 

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